Nike Men's Los Angeles Rams Customized Game White Jersey,Pro Line Youth Baltimore Ravens Lorenzo Taliaferro Team Color Jersey Cheap NFL Jerseys Cheap Jerseys.Women's Cincinnati Bengals Giovani Bernard Nike Black Limited Jersey,Men's Philadelphia Eagles Brent Celek Nike Midnight Green Team Color Limited Jersey,Pro Line Youth Baltimore Ravens Terrell Suggs Team Color Jersey Cheap Jerseys.Women's Dallas Cowboys Dez Bryant Nike White Game Jersey,Pro Line Mens Chicago Bears Kyle Long Big Tall Team Color Jersey,Youth Philadelphia Eagles Lane Johnson Pro Line Team Color Jersey Cheap Jerseys.Women's New England Patriots Darryl Roberts Pro Line Navy Team Color Jersey,Youth Arizona Cardinals Tyrann Mathieu Nike Black Alternate Game Jersey Cheap NFL Jerseys

Wie ich Bastelfan wurde - Oder die Schultüten-Odyssee… | wanaba.de - Deine Bastel - und Kreativcommunity

Wie ich Bastelfan wurde - Oder die Schultüten-Odyssee…

FAN = Begeisterte Anhängerschaft einer Sache, die sich in Ritualen der Verehrung äußert. Ja stimmt, kann man so sagen und ok, ich bin Fan von: lauten Punkbands, Konzerten in kleinen Schuppen, einem zweitklassigen Fußballverein, Brettsportarten, Kaffee in allen Variationen, lustigen Büchern und “Dr. House”. Nichts wofür man sich großartig rechtfertigen oder worüber man diskutieren muss. Jedenfalls nicht in meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

Seit längerer Zeit aber ist in mir ein schleichender Prozess in Gang, der vergleichen mit meinen anderen Freizeitbeschäftigungen nicht so recht zu mir passen will. Denn ich habe Spaß am Basteln.

“Jetzt wirst du alt!”, war der erste Kommentar meiner besten Freundin nach meinem “Outing”. Nee, so nicht - das hat damit gar nix zu tun. Ich startete eine Aufklärungs- und Verteidigungskampagne. Wir einigten uns darauf, ich sei wenn überhaupt ein SYMPATHISANT = eine Person, die Sympathie für eine Sache empfindet und das auch öffentlich macht. Das wäre geklärt. Aber wie kam es dazu?

Ich bin wie jedes Kind mit Basteln und außerdem als Kind der DDR mit den Schulfächern “Nadelarbeit” und “Werken” aufgewachsen. Kein Fluch, kein Segen - irgendwas dazwischen. Pflichtprogramm eben und damit nicht so ganz weit oben auf meiner Beliebtheitsskala. Aber doch auch willkommene wöchentliche Abwechslung und immer eine Portion mehr Spaß als in den anderen Fächern: Es durfte untereinander gequatscht werden. Hauptsache das Vogelhäuschen aus Sperrholz wurde rechtzeitig zum Schulgartenfest und das Paar Topflappen mit eingearbeiteter roter und weißer Nelke zum Internationalen Frauentag fertig. Aber das ist eine lange Geschichte, die es ein anderes Mal ausführlicher zu lesen gibt.

Denn abgesehen von meinen zahlreichen Kindheitsbastelerlebnissen gibt es ein wichtiges Schlüsselerlebnis in meinem Erwachsenenleben, das mich zum Wiederholungstäter machte. Zum überzeugten Wiederholungstäter! Nämlich, die nüchterne Tatsache, dass in den Schreibwarenläden und Kaufhäusern dieses Landes nicht eine wirklich schöne Schultüte zu finden war. Also mit “schön” meine ich eben nicht, besonders schön grell bunt - egal ob pink oder blau! Und auch nicht, total schön voll mit Piraten oder Lillifee. Nein, “schön” im Sinne von faszinierend, wohlgeformt, traumhaft, einfach vollkommen. Eindeutig zu viel verlangt, musste ich schmerzlich feststellen. Schmerzlich, weil ich mir die Füße wund gelaufen habe. Im Auftrag des Herrn. Nein, meines Bruders, der es auch nicht besser wusste und nur meinte: “Kannst du nicht bei euch in der Großstadt ‘ne coole Ritterschultüte besorgen? Er steht doch so auf Ritter und hier gibt’s nur das Übliche!”. Klar, die engagierte Tante sagte sofort zu. In dem Irrglauben gefangen, das muss es hier doch geben. Fehlanzeige!

Selbst ist die Frau, bastele ich eben eine. Ist sowieso viel cooler, weil einzigartig und mit viel Liebe gemacht. Nicht nur den Hang zur Do-it-Yourself-Mentalität, auch das Pioniermotto “Seid bereit, immer bereit” hat die DDR mir in 13 Jahren erfolgreich eingeimpft… Um sicher zu gehen, dass mein Entschluss nicht mit harten Bruderworten wie “Nee, das kannste doch eh nicht.” oder “Wie soll das denn aussehen!” oder “Nicht, dass es peinlich wird!” etc. (das kann man endlos weiterführen) ausgebremst wird, habe ich erst gar nichts von dem Vorhaben erzählt.

Stattdessen rein in den Spielzeugladen, gucken wir Ritterburgen aussehen und zwei Lego-Ritter gekauft. Dann ab in den Bastelladen, einen großen Bogen grauen Pappkarton, gelbes Krepppapier und Kleister mitgenommen. Und zum Schluss in den Punk-Klamotten und -Zubehörladen und dort Nieten erstanden. Nach einer Stunde Arbeit war das Meisterwerk vollbracht: Pappe zur Schultüte gerollt, oben 3 x 3 cm Vierecke rausgeschnitten und mit je einer Niete gespickt. Dazu noch einen Balkon gebastelt, angeklebt und -genietet, die Lego-Ritter rein. Fertig. Stolz wie Oskar und mit einem Stein weniger auf dem Herzen den Bruder über die beste und schönste Schultüte des ganzen Landes informiert und drei Wochen später mit glänzenden Kinderaugen belohnt worden.

Wenn einen das nicht zum Wiederholungstäter, Sympathisanten oder auch Fan von Basteln oder jeder anderen Form von Do-It-Yourself macht, dann weiß ich nicht…

Interessiert? Dann jetzt kostenlos zu unserer Community anmelden und mehr erfahren.



 jana Dieser Artikel wurde am 05.September 2008 von jana geschrieben.
Mein Profil bei wanaba.de. Folgt mir auf Twitter.com/RubyF95

Ähnliche Artikel

One Response to “Wie ich Bastelfan wurde - Oder die Schultüten-Odyssee…”

  1. [...] erster Blogbeitrag für wanaba vor fast einem Jahr hieß “Wie ich Bastel-Fan wurde oder die Schultüten-Odyssee!” Vor einem Jahr wurde mein Neffe eingeschult und ich war im Auftrag meines Bruders unterwegs, um [...]

Leave a Reply