Die Wollmeise ist kein Vogel

Wolle, ich liebe Wolle. Am liebsten hätte ich selbst einen kleinen Woll-Laden. Wahrscheinlich wie die meisten StrickerInnen. Ein Sofa, tolle Strickbücher, Kaffee oder Tee, Wolle soweit das Auge und der Arm reicht, mehr braucht das Strickerherz meist nicht.

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Natürlich werde ich auch weiterhin nur von einem Wollgeschäft träumen können.

Nicht so Claudia, die Wollmeise. Sie hat sich ihren Traum vom eigenen kleinen Laden erfüllt. Mit selbstgefärbter Wolle. Keine Industrieprodukte. Lana Grossa, Regia, Rowan, Noro oder wie sie alle heißen. Nein, alles handgefärbt. In ihrer eigenen Wollfärbe-Werkstatt. Die Ergebnisse sind traumhafte intensive Farben in wunderschönen Kombinationen. Da gibt es Dornröschen (rot/pink), b7Pfefferminzprinz (gün/mint), Gewitterhimmel (dunkle Blautöne) und noch so viel mehr.

Gegründet wurde die Wollmeise 2002 damit Claudia an einem Handwerkermarkt teilnehmen konnte. Damals noch mit handgestrickten Pullovern und selbstgesponnener Wolle.

Von einer Strickfreundin bekam sie Weihnachten 2002 KoolAid zum Wolle färben geschenkt. Das ist eigentlich ein amerikanisches Getränkepulver, ähnlich wie unser Quensch. Nach einigen Experimenten mit verschiedenen Wollqualitäten und professionellen Wollfarbstoffen waren die ersten 5 kg gefärbte Wolle verkaufsbereit. Nach einem ersten Versuch auf einem Handwerkermarkt war klar die Nachfrage ist da und steigt.

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Seit einigen Jahren schon gibt es den Online-Shop. Und als ca. 2007 die  amerikanischen StrickerInnen die Wollmeisen-Wolle entdeckten, boomt der Shop so sehr, daß teilweise der Server zusammenbrach und  Claudia mit dem Färben einfach nicht mehr schnell genug nachkam. Leider bleibt dadurch keine Zeit mehr für Sonderwünsche oder regelmäßige Shop-Updates.

Claudia hat zwar Mitarbeiter, die ihr einiges an Arbeit abnehmen, aber das Färben ist ihre Sache. Ihre Obsession und Berufung. Sie liebt die Experimente mit Wolle und Farbe. Und das Gefühl anderen Menschen mit ihrer Wolle eine Freude zu machen, das ist Claudia wichtig.

Jeder einzelne Strang durchläuft einige Arbeitsschritte bis zum Verkauf. Nach jedem Arbeitsgang wird jeder Strang kontrolliert. Ganz zum Schluß wird dann nochmal genauestens auf Gewichts- oder Qualitätsfehler, wie Knoten oder Verzwirnungen, überprüft. Dann nach Farbintensität einsortiert und dann darf er verkauft werden. Also alles in allem eine ziemlich aufwendige Angelegenheit.

Immer wieder neue Farben oder andere Wollqualitäten hat Claudia in ihr Sortiment aufgenommen. Mittlerweile bietet sie einige Sockenwollqualitäten an, extra dünnes Lace-Garn, das man für luftige Tücher verstrickt und auch dickere Qualitäten für Pullover.

Seit Juli 2009 hat Claudia einen Laden in Pfaffenhofen. Wer die Bilder im Blog gesehen hat weiß was ein Farbrausch ist.

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Für Claudia ist ihr Laden ein kleiner Urlaub. Denn hier hat sie Zeit neue Farben anzustricken, zum fachsimpeln und ihre Kunden kennenzulernen, die sie bis dato ja fast nur von Mails her kannte.

Außer der Wollmeise gibt es natürlich noch einige andere Damen, die sich dem Wolle färben verschrieben haben. Auch dort kann man in Farben schwelgen und ganz viel einkaufen. Schaut doch mal vorbei:  Drachenwolle, Tausendschön, Zauberwiese, Dornröschen-Wolle, Sheepaints, Handgefärbt, die Wollerey, 100Farbspiele, Schönfärberei, Regenbogenschaf.

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 michaela Dieser Artikel wurde am 23.Juli 2009 von michaela geschrieben.
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2 Responses to “Die Wollmeise ist kein Vogel”

  1. Hallo,

    ich kenne und liebe Wollmeise. Vielen Dank für den Einblick.
    Eure Lisa

  2. Danke für die ausführliche Infos.Die waren echt sehr nützlich für mich :) Tolle Seite.Danke.

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